Die „Umsonstaktion“ oder KDP-Select-Werbemaßnamen

Im letzten Artikel habe ich ja darüber berichtet, wie ich „Darás für die Liebe“ im Kindle-Store eingestellt habe. Entgegen meiner ursprünglichen Planung musste ich das Buch Amazon für sechs Wochen exclusiv zur Verfügung stellen. Diese Exklusivität ist nämlich eine Grundvoraussetzung, um am KDP-Select-Programm teilzunehmen und dieses Programm ist die Voraussetzung für „Umsonstaktionen“.

Die ersten Werbemaßnahmen

Da „Darás für die Liebe“ meine erste Veröffentlichung ist, möchte ich alles in ganz kleinen Schritten machen. Meine erste Marketingmaßnahme war daher die Facebookseite zum Buch. Diese habe ich bisher nicht beworben, aber meine Frau hat ein paar Freunde eingeladen und ich habe hin und wieder Content online gestellt.  Trotzdem hat die Seite nur 24 Freunde (Stand 17. Juli 2013), so eine echte Verbreitung erfolgt darüber also nicht.

Amazon Werbeaktionen

Als Werbeaktion habe ich mir den Darás-Dienstag überlegt.  Ab dem 16.07. (passend zu den Sommerferien in NRW) wird es das Buch für drei Dienstage gratis geben. Die Werbeaktion war wirklich schnell angelegt. Ich musste nur im KDP-Bücherregal mein Buch auswählen, auf „Werbeaktionen verwalten“ klicken und im folgenden Fenster die Zeiträume auswählen, fertig!

Beworben hatte ich die Aktion nur mit einem Post auf der Facebookseite.

Auswirkungen, Probleme & Aussicht

Amazon.de Bestseller  Die beliebtesten Artikel in Fantasyromane
Amazon.de Bestseller Die beliebtesten Artikel in Fantasyromane vom 17.07.2013

Ich war überrascht. Das Buch wurde 126 Mal umsonst heruntergeladen und landete somit auf Platz 8 der Gratis-Download-Charts im Bereich Fantasy! 😀

Das ist ja schon mal ein Erfolg. Unmittelbare weitere Auswirkungen hatte es aber noch nicht. Ich habe weder neue „Gefällt mir“-Klicks auf Facebook noch haben sich bis jetzt die regulären Verkäufe gesteigert.

Außerdem ist es kompliziert, für eine Ein-Tages-Aktion zu werben, da die Aktion nach amerikanischer Zeit gesteuert wird.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, daas ich keine Bewertungen habe. Ich werde jetzt noch etwas warten, ob welche folgen, und ansonsten aktiv um welche bitten. Allerdings sollen das dann keine Gefallen sein, ich denke „gekaufte“ Bewertungen und Rezensionen sind auf Dauer immer kontraproduktiv.

Die nächste Werbeaktion werde ich dann mit Facebookwerbung „flankieren“ und danach berichten, was sie gebracht hat. Toll wäre es, wenn es bis zur dritten Aktion einen zweiten Teil gäbe. Dann könnte man schauen, ob sich eine Gratisaktion auf die Verkäufe der gesamten Serie auswirkt.

 

  3 comments for “Die „Umsonstaktion“ oder KDP-Select-Werbemaßnamen

  1. November 17, 2014 at 9:57 am

    Hallo,
    ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Kostenlos-Aktionen bringen, glaube ich gar nichts! Die heruntergeladenen eBooks sind meistens von „Alles-Herunterladern“, die jedenfalls nie eine Rezension schreiben, was ja fast das Wichtigste wäre. Auch Twitter und Facebook hat nach meinem Dafürhalten überhaupt keine Wirkung. Das Entscheidende ist, wie amazon dich präsentiert.
    Wenn das Buch und du als Autor neu bist, dann ganz gut. Wenn du Aktionen machst, dann nur bei dem ersten Buch wirklich gut, es sei denn, es zeichnet sich ab, dass es ein Bestseller wird und das geht nun mal nicht mit jedem Genre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass amazon dich nach ca. 5 Monaten unterpflügt, d.h. kein Mensch findet dein Buch (Oder deine Bücher). Bei mir war das so, dass ich in den ersten 5 Monaten im Schnitt alle zwei bis drei Tage ein Buch verkauft habe, danach kam dann der totale Einbruch. Die Umsatzzahlen waren für amazon wahrscheinlich zu niedrig, also wirst du fast sowas wie „versteckt“. Hinzu kommt die seltsame Kategorieneinteilung. Die Kategorien, die du als Autor auswählen kannst, stimmen nicht mit den angebotenen Kategorien für den Leser überein- sehr sinnvoll! Schreibst du also nicht den erotischen Fantasythriller oder den ultimativen Ratgeber („In drei Wochen zum Millionär“) hast du in Wahrheit fast keine Chance, auch wenn dein Buch gut ist. Leider!

  2. Marco
    Dezember 19, 2014 at 8:15 am

    Hi Marie,

    danke für Dienen Kommentar. Mich würde interessieren, was für Marketing Methoden Du sonst ausprobiert hast. Wenn ich das richtig sehe hast Du ja eine Reihe von Kindebüchern geschrieben.

    Hast Du dafür Lesungen gemacht?
    Wie wichtig ist Deine Homepage?
    Hast DU schon mal alternativen zu Amazon genutzt?

    Viele Fragen über deren Beantwortung ich mich sehr freuen würde. Hier oder auch gerne in einem eigenen Artikel. Wenn Du magst schreib mir eine E-Mail. DIe Adresse findest Du im Impressum.

    Schöne Weihnachtstage!

    • Dezember 19, 2014 at 9:24 am

      Hi Marco,
      nein, weitere Aktionen habe ich noch nicht gemacht.

      Ich werde als nächstes die Bücher über Create Space anbieten, darin ist amazon unschlagbar! Überall sonst zahlst du als Autor nicht unerhebliche Summen für das Drucken/ Druckvorbereitung.

      Darüberhinaus werde ich die Bücher, die nicht an amazon gebunden sind, auf anderen Plattformen anbieten. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich xinxii oder neobooks nehmen soll. Immerhin beliefern die den großen Tolinomarkt, der ca. 45% des eBookmarkts ausmacht.

      Meine Website? Keine Ahnung, ob die wirklich was nützt. Das Marketing ist für mich bis jetzt noch ein ungelöstes Rätsel. Außerdem bin ich bei den Veröffentlichungen noch so etwas von einem Helfer abhängig, dessen Zeit sehr begrenzt ist. D. h. nicht alle fertigen Bücher können auch sofort veröffentlicht werden.

      Allerdings teste ich die Bücher bei Kindern. Denen sollen sie ja in erster Linie gefallen und da ist die Resonanz großartig. Das zumindest macht mir Mut.

      Ich wäre sehr dankbar für jeden Erfahrungstip von Kollegen, denn man sitzt ja doch meistens sehr alleine da mit seinen Büchern.

      Auch schöne Weihnachten an Dich und liebe Grüße
      Marie See

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